Planung und Einrichtung eines Aquariums
Was man bei der Auswahl des Aquarium beachten soll:
- zuerst sollte man sich in der Wohnung einen geeigneten Platz suchen, an dem das Becken später stehen soll.
Dabei sollte man auch auf die nachfolgende Tipps achten: Zum ersten gilt, dass je größer das Becken ist,
desto stabiler läuft es auf Dauer. Ab 100l Inhalt bringen Aquarien kaum Probleme, also wenn du
den Platz hast, lass lieber die 54l "Einsteiger"-Komplett-Angebote stehen und nimm Dir ein größeres Becken (80cm-1m Länge sind gut für den Einstieg).
Sobald du die ersten Erfahrungen gesammelt und Geschmack an der Aquaristik gefunden hast, wirst du dir sowieso ein größeres holen!!
Grössere Becken bieten auch mehr Möglichkeiten bei der Auswahl der Fische.
- Die Länge des Beckens ist beliebig, aber die Breite/Tiefe sollte min. 40 cm betragen, bei größeren Becken 50 cm -
das bietet den Fischen mehr Schwimmraum. Die Höhe des Beckens bzw. der Wasserstand, sollten aber nicht höher als 60 cm sein,
sonst wirst du Beleuchtungsprobleme haben, das Licht erreicht den Grund des Aquariums nicht oder nur schlecht und es wird schwierig das Aquarium
zu bepflanzen und zu pflegen, weil du mit den Händen nicht mehr den Bodengrund erreichen kannst. Es gibt durchaus höhere Becken,
diese werden aber meistens von erfahrenen Aquarianern gepflegt, die sich mit der "Problematik", die ein sehr hohes Aquarium mitsichbringt, auskennen.
- Der Standort sollte nicht am Fenster sein, auch nicht im Bereich starke Tageslichteinstrahlung sonst droht Algengefahr. Neben einem
Fenster ist zum Beispiel ideal.
- Zu beachten ist auch die Statik der Fussböden in der Wohnung. Bedenke, dass einen Becken sein eigenes Gewicht mitbringt, mit Kies, Dekoration,
Wasser kommt z.B. ein 200l Aquarium auf 270 bis 320 Kg. Daher möglichst an eine tragende Wand stellen bzw. sich nach der Tragkraft des Bodens erkundigen.
- Wichtig ist auch noch der Unterschrank, der stabil gebaut sein sollte, um das Gewicht des Beckens tragen zu können ohne nach ein paar Monate nachzugeben.
Zwischen Becken und Unterschrank nicht vergessen, dass eine Schaumstoffmatte oder Styropurplatte hingehört als Druckausgleich um Spannung im Glass zu vermeiden.
Das Becken: Einrichtung und Gestaltung - Kurze Einführung in die verschiedenen Einrichtungsmöglichkeiten:
Die ersten Schritten sind gemacht, das Becken steht. Jetzt bleibt nur noch die Frage, die man sich sowieso schon vor Anschaffung des Becken stellen sollte:
"Was möchte ich haben?". Klar Pflanzen UND Fische. Es gibt aber sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten. Um einige zu nennen:
BIOTOPAQUARIUM
Da wird versucht die Nachbildung eines natürlichen Lebensraum zu imitieren. Pflanzen und Besatz stammen aus den gleichen Raum.
Südostasien Becken / Südamerika Becken / Malawi und Tanganjika Becken.
GESELLSCHAFTAQUARIUM
Es werden Fische und Pflanzen aus aus verschiedene Länder und/oder Kontinenten zusammen gehalten. Zu beachten ist dabei, dass sie die gleiche Ansprüche
an Wasser haben und sich untereinander gut vertragen. Dies ist wohl die am häufigsten anzutreffende Aquarienform.
ARTENBECKEN
Dies ist eine besondere Art des Biotop-Beckens, aber mit dem Ziel 1 oder max. 2 Arten Fisch zu halten und gezielt auf ihre Bedürfnisse einzugehen.
In einem solchen Becken lassen sich das natürliche Verhalten und z.B. die Brutpflege der Fische besonders gut beobachten.
HOLLÄNDISCHES AQUARIUM
In diesen Becken spielen die Pflanzen die Hauptrolle. Unbeachtet ihre Herkunftskontinent/Land geht es nur um die Beckengestaltung:
Farbe und Art bilden einen harmonisierenden Kontrast. Fische spielen dagegen einen untergeordneten Rolle, dienen eigentlich "nur" dazu die Pflanzen
hervorzuheben und etwas Bewegung in das Aquarium zu bringen. Was wiederum nicht heißt, dass man die Bedürfnisse der Fische nicht beachten muss,
auf keinen Fall und niemals.
Ein holländisches Becken ist ein zwar eine Art Gesellschaftsbecken, aber in erster LInie ist es ein Unterwassergarten!