Unter dem Begriff Panzerwelse werden im allgemeinen alle Welse der Gattungen Corydoras, Aspidoras und Brochis verstanden.
Panzerwelse sind neben den Antennenwelsen wohl die beliebtesten Bodenbewohner in den heimischen Aquarien. Es gibt über 100 verschiedene Arten in verschiedenen Grössen und Farben (die kleinsten Arten werden kaum 3 cm und die grössten erreichen fast 10cm).
Gemeinsam haben alle Panzerwelse, dass sie sich in Gruppen von mehr als 5 Tieren am wohlsten fühlen. Zusammen zieht der Trupp durchs Becken und sucht mit seinen Schnauzen den Boden nach fressbarem ab. Ähnlich einem Staubsauger wird dabei der Bodengrund eingesaugt und nicht verwertbares an den Kiemen wieder "ausgespukt". Manchmal wühlen sich die Tiere dabei bis zu den Augen in den Bodengrund.
Vor dem Kauf von Panzerwelsen sollte man sich ganz genau über die verschiedenen Arten informieren. Die meisten Arten benötigen weiches, leicht saures Wasser, aber gibt auch einige Arten die sich in hartem Wasser halten lassen. Für den "Einsteiger" bieten sich auf jeden Fall Metallpanzerwelse (Corydoras aeneus), Marmorierter Panzerwels (Corydoras paleatus) oder Panda-Panzerwels (Corydoras Panda) an. Diese werden auch regelmässig auf Fischbörsen und in Aquariengeschäften angeboten.
Beckeneinrichtung:
Aufgrund ihrer speziellen Art der Nahrungsaufnahme sollte der Bodengrund aus Sand oder sehr feinem Kies bestehen
(höchstens 1mm Körnerstärke). Auf keinen Fall darf der Bodengrund scharfkantig sein, da sich an der Schnauze sehr
empfindliche Barteln befinden, die verletzt werden könnten.
Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass das Becken nicht zu klein ist. Für Becken mit 60 oder 80 cm Kantenlänge sollten Arten gewählt werden, die eine Endgrösse von maximal 5 cm erreichen. Die Bepflanzung sollte am Boden genügend Freiraum lassen, kann aber weiter oben durchaus schön dicht werden (Echinodoris, Cryptocorynen und ähnliche Pflanzen bieten sich an).
Futter:
Auch wenn die Welse ständig den Bodengrund absuchen, sollte das nicht den Trugschluss zulassen, dass sie als
Restverwerter schon genug finden werden. Die Panzerwelse sind durchaus dankbar über spezielle Futtertabletten
oder wenn man ihnen etwas Frostfutter im Bodengrund versteckt (nicht zu tief nur ne dünne Sandschicht drüber,
damit die anderen Fische nicht ohne weiteres rankönnen).
Vergesellschaftung:
Die Vergesellschaftung mit anderen Fischen stellt im allgemeinen kein Problem dar. Es können eine entsprechende
Beckengrösse vorausgesetzt, auch mehrere Arten von Panzerwelsen gemeinsam gepflegt werden. Aber es sollten stets
genügend Tiere einer Art vorhanden sein. (es ist besser von einer Art 10 Tiere zu halten, als von 2 Arten 5 Tiere).